Harlequin

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Begriff Definition
Harlequin

Harlequin

Rassen

Beteiligte Erbanlagen

Anwendung DNA-Test

Epidemiologie und Genetik zur Testbeurteilung

Bedeutung

Empfehlung

Literatur

Anwendbar bei:

Doggen

Beteiligte Erbanlagen

Betroffenes Gen: PSMB7

Untersuchte Mutation: c.146T > G mutation 

Vererbung: autosomal-dominant

Quelle: Clark et al., 2011

Hunde mit Harlekin-Fellzeichnung haben eine weiße Grundfarbe und über den ganzen Körper unsymmetrisch verteilt schwarze Sprenkel unterschiedlicher Größe.

Vorausetzung ist das Vorhandensein einer Anlage zu Merle. Ist diese gegeben, kann bei einer mischerbigen Mutation im PSMB7-Gen des H-Lokus das Harlekinmuster entstehen. Der Genotyp H/H (reinerbige Harlekin-Mutation wirkt embryonal letal, so dass es keine Tiere mit dieser Anlagenausstattung gibt. 

Der Test ist interessant, wenn abgeklärt werden soll, ob eine bestimmte Musterung als Wirkung des H-Locus besteht sowie zur Identifikation nicht erkennbarer Anlagenträger.

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Anwendung DNA-Test 'Harlequin'

Der Test identifiziert sicher diejenigen Tiere, die auf Grund einer H-Anlage am H-Locus weißes Fell haben sowie phänotypisch nicht erkennbare Anlagenträger, wenn das Tier keine Anlage für Merle aufweist. Träger einer H-Anlage dürfen nicht miteinader gepaart werden; mit Kenntnis des Anlagenstatus kann die Paarung zweier mischerbiger Tiere vermieden werden.

Allelausprägungen und Befunde

N/N - reinerbig Wildtyp - 'nicht harlequin'

Der Hund trägt zwei wildtypische Allele und kann das Harlekin-Muster nicht entwickeln und nicht an seine Nachkommen weitergeben. Mit dieser Anlagenausstattung kann es in der Zucht zur Anpaarung mit Harlequin-Trägern eingesetzt werden. Der Wildtyp wird teilweise auch mit [h] befundet.

H/N - mischerbig 

Der Hund trägt eine unmutierte und eine mutierte Kopie des PSMB7-Gens. Er prägt daher 'Harlequin' aus. Er kann sowohl mutierte als auch unmutierte Kopien des Gens an seine Nachkommen weitergeben. Bei Paarung mit einem anderen mischerbigen Tier sind 25% der Nachkommen H/H und werden nicht überleben.  

H/H - reinerbig Harlequin. 

Der Hund trägt zwei mutierte H-Allele. Nach dem Stand der Wissenschaft sollte diese Mutation letal sein, bitte lassen Sie das Testergebnis noch einmal überprüfen, um einen Fehler auszuschließen.

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Epidemiologie und Testbeurteilung

Der Test identifiziert die als Ursache für 'Harlequin' erkannte Variante des PSMB7-Gens.
Zur Auspägung ist eine Anlage für Merle notwendig, weshalb auch von einer Merle-modifizierenden Erbanlage gesprochen wird.

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Bedeutung

Der Test kann als Hilfsmittel bei der Auswahl der Paarungen eingesetzt werden. 

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Empfehlung

Bei Doggen sollte der Ablagenstatus zu Harlequin immer sicher vorliegen, damit Träger-Paarungen vermiedern werden.

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Literatur

Leigh Anne Clark, Kate L.Tsai, Alison N.Starr, Keri L.Nowend, Keith E.Murphy: A missense mutation in the 20S proteasome β2 subunit of Great Danes having harlequin coat patterning. Genomics, Volume 97, Issue 4, April 2011, Pages 244-248 DOI: https://doi.org/10.1016/j.ygeno.2011.01.003 

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