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Symptomkomplex MIM, PSSM und RER

Das Symptombild der Belastungsmyopathie ist sehr vielfältig, kann sich schleichend ausbilden oder plötzlich massiv ausbrechen. Erschwerend kommt hinzu, dass oft mehrere Faktoren unterschiedlicher Lokalisation zusammenkommen.

Das Symptombild findet sich bei allen Formen und erschwert deren Abgrenzung. Die Anwendung der DNA-Tests hilft dabei die Beteiligung der bekannten genetischen Faktoren abzuklären.

Erste Anzeichen

  • Verweigern in den Galopp zu springen
  • unwillige Vorwärtsbewegung
  • steifer Gang
  • wirkt untrainierbar
  • wechselnde leicht Lahmheiten
  • starkes Schwitzen
  • Ausweichen beim Satteln

Akute Manifestationen

Die ersten deutlichen, oft schwerwiegenden Symptome treten meist  nach einem Auslöser (“Stress”) auf und können einen bis dahin milden, oder ganz subklinischen Verlauf in eine akute symptomatische Episode überführen. Das Pferd ist dann in Folge der schmerzenden Muskulatur meist sehr widersetzlich und kann auch aggressiv sein.

Zeigen sich neben den starken Schmerzen auch schwarzbrauner Harn und hohe CK-Werte wären diese Leitsymptome für den Verdacht auf eine akute RER (Kreuzverschlag, ‘tying up’). Eine solche liegt vor, wenn sich das Pferd nach dem Schub vollständig regeneriert. 

In Fällen, bei denen MIM oder PSSM der Hintergrund ist, beobachtet man, dass die Symptome bereits bei geringen Belastungen auftreten, die Pferde nicht so vollständig wie bei RER genesen und häufig in einen chronischen Verlauf übergehen. 

Anzeichen der chronischen Belastungsmyopathie

Verfestigen sich die Schmerzen und kommen Muskelabbau oder ausbleibende Muskelausbildung hinzu, wäre eine chronische Belastungsmyopathie gegeben. 

Hat bis hierhin noch keine Abklärung zu den testbaren DNA-Varianten stattgefunden, wäre diese angezeigt, um zu ermitteln, inwieweit das Pferd hiervon betroffen ist.

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