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PSSM1-Test nutzen

Die P1-Genvariante, die zu PSSM1 führt, gilt als dominant, d. h. bereits eine einzelne defekte GYS1-Genkopie (P1) kann zu einer Störung des Energiestoffwechsels führen, so dass die Symptomatik der Belastungsmyopathie eintritt.

Die Wirkmacht hängt jedoch stark davon ab, welchen Rassenhintergrund das Pferd hat und wie das Pferd eingesetzt wird. 

Pferderassen, die auf Ausdauer gezüchtet worden sind, wie z.B. Kaltblüter und arabische Vollblüter, sind aufgrund ihres Muskelaufbaus relativ unempfindlich und können bei entsprechender Haltung ein mischerbiges Vorliegen der P1-Variante vollständig kompensieren. 

Dies bedeutet, dass Pferde mit einem hohen Kaltblutanteil auch gegenüber PSSM1 relativ tolerant sein können (mehr Infos zu PSSM und PSSM1 im Lexikon). 

Ob und in welchem Ausmaß im Genom eines Pferdes Anteile von Kaltblütern  oder Vollbut-Arabern vorhanden ist, kann mittels einer Rassenanalyse geklärt werden.

Pferde mit PSSM1 können durch eine Futteranpassung gut eingestellt werden. Klinisch problematisch sind immer solche Fälle, bei denen neben einer PSSM1-Variante noch MIM-Varianten vorliegen, oder aufgrund der Rassenzusammensetzung wenig genetisches Potential gegeben ist, P1 zu kompensieren. 

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