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Lexikon

Ektodermale Dysplasie | Haarlosigkeit (Hund)

Bei Haarlosigkeit (Ektodermale Dysplasie) kommt es zu kahlen (haarlosen) Stellen über den ganzen Körper verteilt. Das Merkmal kommt bei wenigen Rassen vor z.B. Chinesischer Schopfhund und Mexikanischer Nackthund. Dieses Merkmal ist homozygot letal. Hunde mit zwei Kopien des mutierten Gens sterben noch vor der Geburt.

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Ektodermale Dysplasie (ED Hund)

Ektodermale Dysplasie (ED) ist eine Hauterkrankung, bei der betroffene Welpen extrem dünne und brüchige Haut aufweisen, die sich schon durch leichte Berührungen ablöst. Welpen mit dieser Erkrankung werden meistens direkt nach der Geburt eingeschläfert.

Die Krankheit kommt bei Chesapeake Bay Retriever vor. Sie wird autosomal-rezessiv vererbt.

Synonym: Skin Fragility Syndrom

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Erbliche Myotonie (CM Pferd)

Erbliche Myotonie (eng. Congenital Myotonia - CM) wird durch ein fehlgebildetes Kanalprotein in Skelettmuskelzellen verursacht und führt zu Bewegungsstörung durch Versteifung der Muskeln.

Die Krankheit kommt beim New Forest Pony vor und wird autosomal-rezessiv vererbt.

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Exercise Induced Collapse (EIC Hund)

Exercise-induced collapse (Anstrengungs-induzierter Kollaps - EIC) ist eine neuromuskuläre Störung, die durch Belastungsintoleranz bei ansonsten gesunden Hunden gekennzeichnet ist. Die ersten Anzeichen beginnen innerhalb von 2 Minuten nach anstrengender Bewegung. Betroffene Hunde zeigen dann einen wackeligen Gang mit Schwäche der hinteren Gliedmaßen, Koordinationsschwierigkeiten und allgemeine Schwäche. Ursache liegt in der Fehlbildung von Dynamin 1 (DNM1), eines Neurotransmitters.

Die Erbkrankheit kommt beim Labrador Retriever und anderen Retriever Rassen vor. Sie wird autosomal-rezessiv vererbt.

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Extension (Fellfarbe E-Lokus Hund)

Die Grundfarbe des Hundes wird durch das Zusammenspiel des E-Lokus (Extension), des A-Lokus (Agaouti) und des K-Lokus (BlacK) bestimmt. Die Allele dieser Loki bestimmen, ob und wo der Farbstoff Eumelanin (schwarze Farbe) und der Farbstoff Phäomelanin (rote Farbe) gebildet werden können und wie diese beiden verteilt sind.

Der E-Lokus besitzt verschiedene Allele über die bestimmt wird, ob und wo der dunkle Farbstoff Eumelanin gebildet werden kann. Kann dieser nicht gebildet werden weisen die Hunde eine helle manchmal rötliche Färbung auf, da nur der rote/helle Farbstoff Phäomelanin gebildet wird.

 

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Extension | Fuchs (Grundfarbe E-Lokus Pferd)

Beim Pferd kommen drei Grundfarben vor: Fuchs (rötlich), Rappe (schwarz) und Brauner. Das Zusammenspiel von Extension-Lokus (E) und Agouti-Lokus (A) entscheidet über die Grundfarbe.

 

Das Extension-Gen (E) steuert die Produktion des schwarzen Farbpigments „Eumelanin“ in den Melanozyten. Ist das Gen verändert und nicht funktionsfähig (ee), kann das schwarze Pigment nicht produziert werden und das Pferd ist ein Fuchs. Pferde mit einer oder zwei intakten Kopien des Extension-Gens (EE, Ee) sind entweder Braune oder Rappen (abhängig vom Agouti-Lokus).

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Faktor IX Defizienz | Hämophilie B (F9 Rhodesian Ridgeback)

Bei der Faktor IX Defizienz oder Hämophilie B (F9 Defizienz) handelt es sich um eine Blutgerrinungsstörung. Der Faktor 9 ist ein Glycoprotein und spielt eine wichtige Rolle in der Signalkaskade der Blutgerrinung. Tritt die Krankheit auf, herscht ein Mangel an Faktor 9, wodurch die betroffenen Tiere Symptome wie intensives und anhaltendes Bluten bei Verletzungen (z.B. auch nach Operationen) aufzeigen.

Diese genetische Variante der Krankheit kommt beim Rhodesian Ridgeback vor. Andere genetische Varianten sind bei Airedale Terrier, Cairn Terrier, Hovawart und Labrador Retriever bekannt. Die Krankheit wird X-chromosomal-rezessiv vererbt.

Synonym: Christmas disease

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Faktor VII Defizienz (F7 Hund)

Bei der Faktor VII Defizienz (F7 Defeciency) handelt es sich um eine Blutgerrinungsstörung. Der Faktor 7 ist ein Glycoprotein und spielt eine wichtige Rolle bei der Induzierung der Blutgerrinung. Tritt die Krankheit auf, herscht ein Mangel an Faktor 7, wodurch die betroffenen Tiere Symptome wie intensives und anhaltendes Bluten bei Verletzungen (z.B. auch nach Operationen) aufzeigen.

Die Krankheit kommt bei vielen Rassen vor, wie Airedale Terrier, Beagle, Teckel, Deutsch Drahthaar, Schnauzer und viele weitere. Sie wird autosomal-rezessiv vererbt.

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Falbe | Dun (Aufhellungsfaktor Pferd)

Falbe (Dun) ist eine Verdünnung der jeweiligen Grundfarbe in Kombination mit „Wildzeichnungen“ (Aalstrich auf dem Rücken, Zebrastreifen am Bein). Falbe ist die ursprüngliche Färbung aller Pferde („Wildtyp“). Je nach Grundfarbe des Pferdes treten verschiedene Färbungen auf: Rotfalbe/ Red Dun (Fuchs), Braunfalbe/ Yellow Dun (Brauner), Mausfalbe/ Blue Dun (Rappe).

 

Mit der Zeit entstanden zwei Mutationen, die einen anderen Phänotyp hervorbringen. Die nd1 Mutation erlaubt eine partielle Funktion des Gens, das Pferd besitzt dann eine kräftige Fellfarbe mit Wildfarbigkeitszeichen („Pseudo-Falben“). Die nd2 Mutation schaltet die Genfunktion komplett aus, sodass das Pferd eine kräftige Fellfarbe ohne Wildfarbigkeitszeichen hat. Dies ist heutzutage in den meisten Pferderassen verbreitet.

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Faszination Fellfarbe

Welche Fellfarbe ein Pferd hat, wird schon während der Entwicklung des Embryos im Mutterleib festgelegt. Die Anweisungen dafür liegen in den Genen verschlüsselt. Die Fellfarbe wird von vielen Genen bestimmt, die sich gegenseitig beeinflussen. Aktuell sind 11 verschiedene Gene bekannt. Diese Gene sind in verschiedenen Entwicklungsstadien aktiv und lösen unterschiedliche Aktionen aus. Abweichungen hiervon, führen zu der Vielfalt in den Fellfarben, die wir heute kennen.

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