Merle

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Begriff Definition
Merle

Merle

'Merle' ist eine Farbvariation, die auf Grund der autosomal-dominanten Vererbung bei einer einzelnen Mutation im SILV-Gen auftritt. Voraussetzung ist, dass am E-Lokus eine 'E'-Anlage gegeben ist.

Bei reinerbigem Auftreten sind die Folgen je nach Rasse z.T. gravierende Gesundheitsschäden, so dass bei der Zucht die Paarung von Merle-Trägern nicht erlaubt ist. Neben den typischen Merle-Anlagen sind auch kryptische Anlagen beschrieben, die keine Merle-Zeichnung bewirken und in der Diagnostik unterschieden werden müssen. Bei der Zucht werden kryptische Anlagen wie typische Anlagen bewertet, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich eine kryptische Anlage bei Vererbung zu einer wirksamen Merle-Anlage ausweitet.

Der Merle-Test findet Anwendung zur Sicherstellung der Anpaarung mit einem Merle-Tier. Bei einer solchen Paarung darf nur eines der beiden Tiere Merle-Träger sein. Mit dem Test werden die Tiere erkannt, bei denen die Merle-Zeichnung verdeckt ist, nur geringgradig ausfällt oder eine kryptische Merle-Anlage vorliegt.

 

Generatio-Nomenklatur der mittels DNA-Untersuchnung erkennbaren Allele:

m: ist die Abkürzung für das wildtypische Allel

Merle: Merle-Allel, führt zur Merle-typische Fellzeichnung.

m-k: kryptisches Merle-Allel. Dieses Allel führt nach aktuellem Forschungsstand nicht zur Ausprägung von 'Merle'.