Dermoid Sinus

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Begriff Definition
Dermoid Sinus

Dermoid Sinus sind Missbildungen der Haut in Folge eines Gendefektes (Hilbertz et al., 2007). Im Bereich der Rückenlinie entsteht eine schlauchartige Einstülpung der Haut, die in Tiefe und Öffnung individuell variiert und sich im Extremfall von der Oberfläche bis zur Wirbelsäule erstreckt. Der DS an sich ist klinisch unbedeutend, fördert aber das Anheften von Infektionen mit den entsprechenden Folgeerkrankungen. 

Betroffen sind vor allem Tiere der Hunderasse 'Rhodesian Ridgeback', da die Erbanlage für DS mit der Anlage für den 'Ridge' gekoppelt scheint.

siehe Rhodesian Ridgeback

Die Diagnose kann bereits beim Welpen anhand einer klinischen Untersuchung gestellt werden. Die einzig sinnvolle Therapie ist die komplette operative Entfernung, bei der eine günstige Prognose besteht. Ein Zuchteinsatz dieser Tiere ist in der Regel nicht zulässig. 

Die Berichte zur Häufigkeit des Auftretens eines DS variieren stark in Abhängikeit von den Studien. Nach Müller-Forrer, 1984, wiesen in der schwedischen Population 20,1% der Welpen einen DS auf, während in der deutschen Population nur 3-4% der lebenden Welpen mit DS behaftet sein sollen (persönliche Mitteiliung).

 

Literatur:

1) Müller-Forrer, E. (1984) Zur Zucht des Rhodesian Ridgeback in Schweden, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dissertation Universität Zürich

2) Hillbertz, S. et al., (2007) Duplication of FGF3, FGF4, FGF19 and ORAOV1 causes hair ridge and predisposition to dermoid sinus in Ridgeback dogs. Nat Genet 39, 1318-1320 (2007); UR  - http://dx.doi.org/10.1038/ng.2007.4

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