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HÄUFIGE FRAGEN

Müssen Blutproben in Röhrchen mit EDTA stabilisiert sein?

Diese Bedingung muss erfüllt sein. EDTA verhindert die Blutgerinnung und sichert so die Verfügbarkeit der weissen Blutkörperchen für die DNA-Extraktion. Für den optimalen Effekt sollte auch sicher gestellt werden, dass die Probenröhrchen nach der Entnahme mehrmals geschwenkt worden sind.

Ist es möglich EDTA-Blut aufzubewahren und für den Versand zu sammeln?

Das ist abhängig von den Untersuchungen, die mit dem Material durchgeführt werden sollen. Für die einfache genetische Diagnostik für Identität und Anlagen können EDTA-stabilisierte Proben (wenn sie gut durchmischt worden sind) mehrere Tage bei Raumtemperatur gelagert und im Versand unterwegs sein.

Wieviel Blut muss mindestens eingereicht werden?

Das hängt von den beabsichtigten Analysen und dem Zweck der Einlagerung ab. Für die Diagnostik allein, ohne Einlagerung, genügen wenige Tropfen. Die Mindestmenge bei einer Einlagerung soll 2 ml nicht unterschreiten.

Warum gibt es verschiedene Markersets bei den jeweiligen Spezies?

Die DNA-basierte Sicherung von Identität und Abstammung ist seit Mitte der 90er Jahre etabliert. Zu Beginn war die Anwendung auf erfahrene Laboratorien mit wissenschaftlichem Hintergrund beschränkt. Diese haben sich ihre Marker je nach Verfügbarkeit und vorhandenem Wissen zusammengestellt. Später wurden verschiedene kommerzielle Kits, also vorgefertigte Analysebausteine, auf den Markt gebracht. Die Kits enthielten jeweils unterschiedliche Marker; vielen Laboratorien war es nun möglich DNA-Services anzubieten. Seit einigen Jahren gibt die ISAG Empfehlungen zu Markern für Haus- und Nutztierarten heraus. DNA-Programme, die mit einem bestimmten Set eingerichtet worden sind, werden mit diesem Set weitergeführt.

Bei Hunden gibt es mehrere Markersets. Welches ist das richtige?

Generatio bietet DNA-Services seit vielen Jahren. Die von uns betreuten fortlaufenden DNA-Programme beruhen darauf, dass die DNA-Profile immer mit dem gleichen Arbeitsansatz erstellt werden. Das gewährleisten wir für das Generatio-Set, das speziell auf optimale Aussagekraft in Abstammungen konzipiert wurde. Die aktuell von der ISAG bzw. vom NIST propagierten Markersets sind erst viel später veröffentlicht worden.

Können die DNA-Profile verschiedener Laboratorien verglichen werden?

Die Erstellung von DNA-Profilen kann soweit standardisiert werden, dass ein Vergleich im Rahmen von Identitätsbestimmungen möglich ist. Dies gelingt, weil die Profile zu 100% deckungsgleich sein müssen. Bei der Kombination von Profilen verschiedener Quellen zum Zwecke der Abstammungsbeurteilung ist Vorsicht geboten. Aufgrund natürlich auftretender Mutationen können DNA-Profile von Nachkommen Unstimmigkeiten beim Abgleich mit den tatsächlichen genetischen Eltern aufweisen. Diese Unstimmigkeiten müssen abgegrenzt werden können von solchen, die auf eine falsche Abstammungsangabe weisen.